Der Cloud, der man nicht traut

Foto von akakumo (cc)

Schon länger bieten Anbieter wie Dropbox oder Apple die Möglichkeit, eigene Daten in einer sogenannten Cloud zu speichern. Die Daten liegen dann auf den Servern des jeweiligen Unternehmens.

Dies hat den Vorteil, dass man von überall und mit verschiedenen Geräten wie Handys oder Tablet-PCs auf die eigenen Daten zugreifen kann. Besonders einfach ist diese Funktion bei Apple, wo  z.B.Fotos, die mit dem IPhone fotografiert werden, automatisch in die Cloud hochladen werden, und so für alle Geräte verfügbar sind.  Mit Google Drive bietet nun auch ein weiterer Großkonzern kostenlosen Speicherplatz im Internet an und verknüpft diesen mit seinen zahlreichen Diensten.

Der sehr bekannte Dienst Dropbox bietet einem momentan 2 Gigabyte freien Speicher, der jedoch durch das Anwerben anderer Benutzerinnen und Benutzer vergrößert werden kann. Google und Amazon bieten einem 5 GB, Microsoft sogar 7. Wer mehr Platz braucht, muss monatlich zahlen.

Die gespeicherten Daten sind oftmals sicherer vor einem Festplattencrash, Diebstahl oder anderem Datenverlust geschützt. Es gibt auch Funktionen, mit denen man anderen Nutzern die Daten zugänglich machen kann, um z.B. Urlaubsfotos im Freundeskreis zu verschicken.

Problematisch bleibt jedoch der Datenschutz. Sobald ich meine Daten auf die Server des Anbieters hochgeladen habe, ich es für mich nicht mehr möglich zu überprüfen, was mit diesen geschieht. Werden sie für Werbezwecke durchsucht, sind sie durch eine falsche Einstellung auch für andere Benutzerinnen und Benutzer zugänglich? Haben Ermittlungsbehörden (in den meisten Fällen amerikanische) Zugriff auf meine Daten? Außerdem kann es immer passieren, dass ein Anbieter seinen Dienst einstellt und meine Daten nicht mehr verfügbar sind.

Spiegel Online bietet eine Anleitung, wie man seine Daten vor der Übertragung in die Cloud verschlüsseln kann. Dann kann der Anbieter auf diese nicht mehr zugreifen. Grundsätzlich sollte man sich immer überlegen, ob man sensible Daten wie etwas Fotos überhaupt „in der Cloud“ ablegen möchte, denn die hierdurch gewonnene Bequemlichkeit ist eventuell teuer erkauft.

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